Aufgaben und Ziele des Födervereins

Klinikneubau
Drittmittelstellen
Elternhaus
Familienunterstützung
Forschungsförderung
Nachsorge, Freizeiten, Betreuung
Gesprächpartner und Begleiter

Klinikneubau:


Ein erster Erfolg des Fördervereins für krebskranke Kinder e.V. Köln war die Initiierung und Durchsetzung des Neubaus der Kinderonkologie. Die räumliche Enge - teilweise 6-Bett-Zimmer - und katastrophale sanitäre Verhältnisse - eine Toilette für die ganze Station - waren Motiv für die Gründung des Fördervereins im Februar 1990. Mit Hilfe von engagierten Politikerinnen und der Öffentlichkeit haben wir den Neubau der Kinderonkologie durchgesetzt, mitgeplant und mitgestaltet. Auf der Grundsteinurkunde vom 29. November 1993 heißt es: „… angeregt und maßgeblich unterstützt vom Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln.“

Der am 20. September 1996 eingeweihte Neubau, rundum mit Balkonen, großen Zimmern und viel Licht, ist auch noch nach 10 Jahren vielfach Vorbild für eine moderne und zeitgemäße Kinderonkologie in Deutschland.



Drittmittelstellen:

Natürlich arbeiten wir eng und vertrauensvoll mit der Kinderkrebsstation der Kölner Universitätsklinik zusammen. Seit 1991 finanzieren wir dort zusätzliche, aber erforderliche Arbeitsplätze, so genannte Drittmittelstellen. Aktuell bezahlen wir sechs Arbeitsplätze auf der Kinderkrebsstation. Es handelt sich hierbei um zwei Arztstellen und die Stellen für eine Erzieherin, eine Kunsttherapeutin, eine Verwaltungsangestellte und einen Boten.



Elternhaus:

„Der Verein soll sich zum Ziel setzen, Elternunterkünfte zu schaffen und auszustatten…“, steht im Protokoll der Sitzung vom 2. Februar 1990 zur Vorbereitung der Gründung des Fördervereins.

Wir haben zunächst Wohnungen angemietet und Hotelzimmer für betroffene Familien bezahlt.

1993 wurde entschieden, ein eigenes Elternhaus auf dem Gelände der Universitätsklinik zu bauen. Ende 1996 wurde der „erste Spatenstich“ getan, im Mai 1998 zogen die ersten Familien ein. Das Elternhaus hat 15 Appartements, Gemeinschaftsküche, Spielzimmer, Spielplatz und verschiedene Veranstaltungsräume.

Die Baukosten betrugen rund 2,1 Millionen Euro. Die laufenden Kosten liegen bei etwa 250.000 Euro im Jahr.

Das Elternhaus bietet ein zweites Zuhause auf Zeit für die Eltern und Familien der Kinder, die aktuell in der Klinik behandelt werden. Das Elternhaus ist viel mehr als eine Unterkunft. Betroffene finden hier immer Rat, Beistand und ein „offenes Ohr“. Die durchschnittliche Auslastung der Appartements liegt im Jahresdurchschnitt bei fast 80 Prozent.



Familienunterstützung:

Auch die Familienunterstützung, das heißt finanzielle Hilfen in sozialen Notlagen, hat sich der Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln von Anfang an zur Aufgabe gemacht. Immer wieder geraten Familien in große finanzielle Bedrängnis, zum Beispiel wenn Eltern unbezahlten Urlaub nehmen oder gar den Arbeitsplatz aufgeben müssen, weil sie tagsüber ihre krebskranken Kinder auf der Station betreuen.

Die Unterbringung der Geschwister, mitunter hohe Fahrtkosten, teure Hilfsgeräte, die angeschafft werden müssen, all dies belastet das Familienbudget. Kuren oder Erholungsurlaube sind oft unbezahlbar. Stirbt das betroffene Kind, können mitunter nicht einmal die Beerdigungskosten aufgebracht werden.

In all diesen Situationen helfen wir schnell und unbürokratisch.



Forschungsförderung:

Wir alle hoffen, dass unsere Kinder geheilt werden. Wir wollen weniger schmerzvolle und belastende Therapien:„So viel wie nötig, so wenig wie möglich“.

Die Behandlungspläne müssen immer wieder verbessert und optimiert werden. Wir müssen mehr über mögliche Spätfolgen und Risiken für die Betroffenen wissen. Wir fragen uns, ob Früherkennung bei einzelnen Krebserkrankungen möglich ist.

Aus all diesen Gründen sind Forschung und Studien unverzichtbar. Wir finanzieren Forschungsprojekte nicht unmittelbar vor Ort. Als Mitglied des Dachverbandes der Elternvereine in Deutschland, der Deutschen Leukämie-Forschungshilfe, und der von ihr getragenen Deutschen Kinderkrebsstiftung beteiligen wir uns an bundesweiten Studien zu patientenorientierter Krebsforschung.



Nachsorge, Freizeiten, Betreuung:

Zu den Hauptaufgaben des Fördervereins gehört es, sich um die betroffenen Kinder und Familien auch in Therapiepausen und im Anschluss an die stationäre Behandlung zu kümmern.

Wir wollen den Kindern und Jugendlichen neuen Lebensmut vermitteln, wollen helfen, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu gewinnen, wollen dazu beitragen, dass sie ihre Krankheit, die Therapie und die möglichen Folgen verarbeiten können.

Der Förderverein plant, organisiert und finanziert zahlreiche Freizeitmaßnahmen, teilweise in enger Zusammenarbeit mit der Kinderkrebsstation der Universitätsklinik Köln.



Gesprächpartner und Begleiter

Der Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln ist eine Selbsthilfeinitiative, die von betroffenen Familien gegründet und bis heute geführt wird. Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, aktuell betroffene Familien zu begleiten, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Unser Elternhaus ist insoweit das Zentrum der Fördervereinsarbeit geworden. Hier finden betroffene Familien immer Gesprächspartner, hier werden Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht. Hier wird getröstet, Hoffnung gespendet, zugehört, gelacht und geweint.

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