Forschungsförderung

Warum unterstützen wir als Elterninitiative Forschung finanziell?

In Deutschland erkrankt eines von 470 Kindern innerhalb den ersten 15 Lebensjahren an Krebs. Wir erleben die Schicksale, die hinter dieser reinen Statistik stecken.

Hinter der Diagnose „Krebs“ verbirgt sich ein Spektrum sehr verschiedenartiger seltener Krankheitsbilder. Ebenso vielfältig sind die noch ungelösten Fragen zur Entstehung, Diagnostik und Therapie und damit das Spektrum möglicher Forschungsprojekte.
Eine hohe Anzahl an Forschungsprojekten wird über unseren Dachverband DLFH-Deutsche Leukämie-Forschungshilfe finanziert. Und das seit vielen Jahren.

93 % aller in Deutschland diagnostizierten Krebspatienten im Kindes- und Jugendalter werden nach einheitlichen Richtlinien behandelt; nach dem jeweils neuesten, qualitätsgesicherten Erkenntnisstand aus der Forschung.

Die jungen Patienten profitieren von dieser qualitätsgesicherten und kontrollierten Behandlung: Noch im Jahr 1980 lagen die 10-Jahres-Überlebensraten bei etwas über 40 % – bis 2015 konnte die durchschnittliche 10-Jahres-Überlebensrate auf 82 % für alle Kinderkrebserkrankungen gesteigert werden. (Daten des Deutschen Kinderkrebsregisters, Universität Mainz.)

Es bedeutet aber auch, dass immer noch zu viele Kinder und Jugendliche ihren Kampf aufgeben müssen.
Alle krebskranken Kinder sollen die Chance erhalten, gesund zu werden!

Wesentliche Ziele der Forschungsförderung sind:

  • Heilungschancen erhöhen
  • Therapien optimieren
  • Lebensqualität verbessern

Wir, der Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln, unterstützen über unterschiedliche Säulen die kinderonkologische Forschung:

  • Der Förderverein unterstützt die Forschungsförderung unseres Dachverbandes mit finanziellen Mitteln. So haben wir in den 25 Jahren unseres Bestehens insgesamt mehr als eine Million EUR Spendengelder dafür aufgebracht. Denn dort sitzt die Expertise.
  • Wir konnten Professor Dr. Berthold dazu gewinnen, seine Forschung und seine über Jahrzehnte aufgebauten Erkenntnisse und Netzwerke weiter auszubauen. Seit seiner Pensionierung arbeitet er weiter an seinem Schwerpunktthema des Neuroblastoms.
  • Wir freuen uns außerordentlich, nach langen Jahren der Verhandlungen über unsere Stiftungsprofessur, dass wir als Stelleninhaber Professor Dr. Matthias Fischer gewinnen konnten. Seit vielen Jahren forscht er mit seinem Team in der pädiatrischen Onkologie – wie Professor Berthold mit einem seiner Schwerpunkte in der Erforschung des Neuroblastoms. Bisher waren sie auf das Einwerben von Drittmitteln (Projekt- und Forschungsförderungen) angewiesen. Mithilfe der Stiftungsprofessur, die nach bestimmten Kriterien nach Ablauf von 5 Jahren in eine reguläre Universitätsprofessur überführt werden kann, können sie sich nun intensiver auf die eigentliche Forschung fokussieren. (Link zu Interview zur Forschungsprofessur)

Also – warum Forschungsförderung von einer lokalen Elterninitiative?

  • Damit immer mehr unserer Kinder überleben.
  • Weil es sonst keine ausreichende Finanzierung für die Erforschung der teils seltenen Krankheitsbilder gäbe.