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WDR Lokalzeit: Wie erklärt man Kindern Krebs?

Zum Internationalen Kinderkrebstag besuchte die WDR Lokalzeit die Klasse 3c der Gemeinschaftsgrundschule Bergisch Neukirchen in Leverkusen. Die Klasse hat einen besonderen Bezug zum Thema, da ihre Mitschülerin Hanna bis vor kurzem auf der Kinderkrebsstation der Uniklinik Köln behandelt wurde. Auch wir kennen Hanna und ihre Familie aus dieser Zeit.

Mit zu Besuch im Klassenraum sind auch Martin Spranck, Geschäftsführer der Deutschen Kinderkrebsstiftung, und Anja von Kampen, Erfinderin von Comicfigur „Knietzsche“. Beide stellen das neue Mini-Buch „Knietzsche und der Kinderkrebs“ vor und erzählen, warum das Buch entstanden ist. Dazu erzählen Hannas Mitschüler und auch Hanna selbst, wie sie die Krebserkrankung erlebt haben. Derzeit befindet sie sich mit ihrer Familie in Reha in der SyltKlinik der Deutschen Kinderkrebsstiftung.

💛 Den bewegenden Bericht kann man in der WDR Mediathek anschauen: WDR Lokal – vom 14.2.2025

Das Buch „Knietzsche und der Kindekrebs“ ist bei der Deutschen Kinderkrebsstiftung erhältlich: Knietzsche und der Kinderkrebs

Die Mission der Lightlorians

Die „Lightlorians“ sind vier Hobbyfotografen, Siegfried Probst, Uli Jungbluth, Thomas Friedrich und Wolf Schwan, die das Star-Wars-Universum und Cosplay lieben. Sie nutzen ihre Leidenschaft, um Gutes zu tun und sammeln Spenden für Familien mit krebskranken Kindern.

Letztes Jahr freute sich der Förderverein über ihre Unterstützung. Die erste große Spendenaktion war eine Halloween-Party mit dem Motto „Star Wars vs. Halloween“. Diese Idee kam von Tanja und Uli Jungbluth, der Halloween mit Star-Wars-Deko und -Kostümen kombinieren wollte. Dank einer Fotobox von UJ Fotografie.de und der Spendenfreude der Gäste kamen 600 Euro zusammen.

Im November gab es weitere Aktionen. Die „Lightlorians“ waren bei Dr!ft Mania und der Tattoo Convention Meckenheim dabei. Mit ihrer Fotobox und ihren treuen Star-Wars-Cosplayern sammelten sie insgesamt 2.000 Euro! Am Nikolaustag übergaben sie die Spende an Monika Burger Schmidt im Elternhaus.

Gemeinsam stark wie die Rebellenallianz!

Wir danken allen Unterstützern, wie Zlatan Jungbluth Tattoo Art und den Star-Wars-Darstellern Uwe Steffens, Heike Steffens, Lara Noise, Stephanie Stollenwerk, Dani Jahn und Michael Jahn. Sie haben gemeinsam mit den „Lightlorians“ gezeigt, dass Gemeinschaft zusammen viel bewegen kann. Jeder Beitrag hilft den Kindern und ihren Familien – dafür sind wir sehr dankbar!

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Breaking Bad News: Kommunikationshilfe für die Kinderonkologie

Ein neuer Leitfaden soll erfahrene Mitarbeitende in der Kinderonkologie, aber auch Berufseinsteiger für die Herausforderungen bei der Überbringung schwerwiegender Nachrichten sensibilisieren. Damit kann ein Erstdiagnosegespräch, ein Gespräch über ein schlechtes Therapieansprechen oder Therapieversagen gemeint sein.

Der Inhalte des Kompasses wurden zunächst in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit 19 unterschiedlichen Organisationen aus Deutschland entwickelt. Neben den verschiedenen Berufsgruppen der Kinderonkologie der Uniklinik Köln und dem psychosozialen Team aus dem Elternhaus waren auch Vertretenden der Eltern und Kinder nach Krebserkrankung involviert.

Mitarbeitende der Kinderonkologie und Interessierte können sich die Varianten des Leitfadens – den ausführlichen Kompass sowie die Kurzfassung in Kitteltaschenformat – auf der Webseite der Deutschen Kinderkrebsstiftung herunterladen. Hier geht es zum Download:

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Breking Bad News – Orientierungskompass
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Gesprächsleitfaden (Kitteltaschenformat)
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WARUM WURDE DIESER LEITFADEN ENTWICKELT?

Die Nachricht, dass ihr Kind an Krebs erkrankt ist, erleben viele Familien als in hohem Maße traumatisch. Wenn Kinder und Jugendliche von lebensbedrohlichen Erkrankungen betroffen sind, steht die gesamte Familie vor zahlreichen Herausforderungen. Die Eltern und Kinder benötigen für ihre Entscheidung und die Einwilligung in die Behandlung eine individuelle und umfassende Aufklärung, die sicherstellen muss, dass die Familien alle wichtigen Informationen bekommen – und diese auch kognitiv und emotional verarbeiten können. Denn das Verstehen der Diagnose und der Behandlung ist die Basis für die Krankheitsverarbeitung der Familien und wirkt sich positiv auf den Therapieverlauf aus.

Auch Mitarbeitende in der Kinderonkologie empfinden das Überbringen schwerwiegender Nachrichten als sehr herausfordernd

Ärzte, Pflegende und Psychosozialdienste in der Kinderonkologie benötigen patienten- und familienzentrierte Kommunikationsfähigkeiten, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der erkrankten Kinder und der Familien gerecht werden zu können. Diese Kompetenzen werden in der Ausbildung oder im Studium nur unzureichend vermittelt oder gefördert.

Hinzu kommt, dass systematisch entwickelte und in der Praxis erprobte Orientierungshilfen (z.B. Leitfäden oder Checklisten) in der Kinderonkologie bislang fehlen.

Hier setzt das von der Deutschen Kinderkrebsstiftung geförderte Forschungsprojekt „OKRA“ ein:

An dem deutschlandweiten Projekt haben medizinisch Versorgende aus kinderonkologischen Teams aus fünf Kliniken, aber auch psychosozial Unterstützende und Betroffenenvertretende sowie Wissenschaftler:innen mitgearbeitet.

In der ersten Phase wurde im Rahmen eines Partizipativen Gruppen Delphi in explorativen Interviews, Fokusgruppendiskussionen und Befragungen die Inhalte des Leitfadens (Thesen) erarbeitet. In der zweiten Phase wurde ein „Pilotleitfaden“ entwickelt, der in den Kinderonkologischen Abteilungen erprobt, optimiert und systematisch ausgereift wurde.

Treue Unterstützung durch Frauengemeinschaft St. Maria Königin

Wenn wir gefragt werden, was uns in unserer ehrenamtlichen Arbeit für den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln trägt, dann ist ein wesentlicher Faktor die Begegnung mit tollen und häufig auch langjährigen Spendern und Spendergruppen.

Seit 2008 unterstützt die Frauengemeinschaft von ST. MARIA KÖNIGIN in Frechen alljährlich unsere krebskranken Kinder und deren Familien zusammen mit anderen sozialen Initiativen mit Erlösen aus ihrem Adventsbasar. Unsere Ehrenvorsitzende Marlene Merhar nahm mit Freude den Spendenscheck über 490 Euro während der traditionellen Adventsfeier in Empfang. Die Frauengemeinschaft hat über die letzten 16 Jahren somit über 10.000 Euro gespendet!
Vieles davon verdanken wir unermüdlichen Händen, die in den Wochen vor dem Adventsbasar tolle (Verschenk-)Ideen basteln.

Wir sagen allen Unterstützern herzlichen Dank und wünschen eine weitere, besinnliche Adventszeit.

Mit Spaß Gutes tun!

Am 14. November 2024 übergaben Vertreter des KC Rheinland met Hätz und des Pfarrgemeinderats St. Gereon den Betrag von 3.260,00 € an den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln. Monika Burger-Schmidt bedankte sich bei Manfred Coenen, Franz Hilgers, Stephanie Coenen vom KC Rheinland und den Herren Jagodzinska und Kerstingaufderheide von der Pfarrgemeinde St. Gereon für die großartige Aktion.

Wie kam es dazu? Die Pfarrgemeinde St. Gereon in Köln hatte am 01. September 2024 zum Kirchweihfest eingeladen. Eine Einladung der besonderen Art erhielt der KC Rheinland met Hätz. Besonders deshalb, weil der Erlös aus der Veranstaltung einem guten Zweck zur Verfügung gestellt werden sollte. Seit 2003 unterstützt der KC Rheinland den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln. Nach der Festmesse fanden sich Groß und Klein bei sommerlichen Temperaturen auf dem Vorplatz der Basilika ein, um hier gemeinsam zu feiern. Von Unterhaltung für die Kinder bis hin zu einem vielseitigen Bühnenprogramm wurde für jeden etwas geboten. Natürlich kam auch das leibliche Wohl hier nicht zu kurz. Kuchen, Würstchen und Reibekuchen fanden schnell ihre Abnehmer – wie auch Softdrinks und lecker Kölsch vom Fass.

Wir sagen von Herzen danke an alle die zu dieser großartigen Aktion beigetragen haben.

14.11.2024

Eine Atempause im Advent

Gar nicht so einfach, einen Adventskranz schön rund zu binden, sich für eine Kerzenfarbe zu entscheiden und alles gut zu befestigen!
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Vom 22. bis 24. November 2025 fand das traditionelle Adventsbasteln im Elternhaus statt. Von Freitag bis Sonntag konnten die Eltern und Kinder Adventskränze und weitere vorweihnachtliche Dekorationen basteln – für ihr Zimmer im Elternhaus, für die Station oder für zu Hause.

Seit über 20 Jahren ein fester Termin im Elternhaus

Das Elternhaus-Team besorgte vorher reichhaltig Tannengrün, Kerzen und Dekoration im Blumengroßmarkt. Angeleitet werden die Familienmitglieder von Frau Gockel im Werkraum. Sie selbst ist dem Förderverein seit 21 Jahren verbunden, aus der Zeit als ihr Sohn in der Kinderkardiologie behandelt wurde. Wir freuen uns sehr, dass sie uns seit über 20 Jahren mit dieser tollen Aktion begleitet.

Eltern und Geschwisterkinder krebskranker Kinder genießen es, während einer sehr schweren und stressigen Phase Zeit miteinander zu verbringen und gemeinsam kreativ zu sein. Die Konzentration auf das Basteln macht den Kopf frei und lenkt etwas von der Krankenhaussituation ab. Für einige Familien ist es der erste Adventskranz überhaupt, den sie selbst gestalten. Wir finden jeden Kranz wunderschön!

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Haare spenden ist Geduldsache

Nach fast 3 Jahren hat es gedauert – nun hat Jean-Luc Behrens sein privates Spendenprojekt abgeschlossen. In dieser Zeit hat er sein Haar wachsen lassen, um es dann nach dem Schneiden zu spenden. Auf seinem Instagram-Account erzählt er, wie es dazu gekommen ist und wieso auch eine Geldspende für den Förderverein dabei „rausgesprungen“ ist:

„Tue etwas Schönes. Die Menschen könnten es nachmachen.

Wenn ich zurückblicke, war es die Silvesternacht 2021/22, als mir Nick Well von seiner Haarspende-Aktion erzählt hat. Der Gedanke, meine Haare zu spenden bzw. das generelle Thema Haare spenden, ließ mich nicht mehr los und ich beschäftigte mich einige Monate mit dem Thema. Ein Krankheitsfall im Bekanntenkreis hat mich schließlich davon überzeugt, es durchzuziehen.

Während dieser Zeit hatte ich auch genügend Zeit, über meine Gesundheit nachzudenken – etwas, das ich oft als selbstverständlich angesehen habe, was aber keinesfalls so ist. Ich habe auch verstanden, dass auch Haare auf dem Kopf garnicht so selbstverständlich sind und dass jeder durch Krankheit Betroffene froh ist, wenigstens Haare auf dem Kopf zu haben.

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Anfang November dieses Jahres konnte ich meine Haare an einen Haarspende-Verein übergeben und das Geld, das ich durch die ersparten Friseurtermine gespart hatte, im Form eines Schecks an den Förderverein für krebskranke Kinder überreichen.

Des Weiteren möchte ich mich bei allen Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen und meiner Familie bedanken, die mich ohne Zögern bei der privaten Spendenaktion finanziell unterstützt haben.
Vielen Dank!

Zuletzt hoffe ich, dass ich den ein oder anderen hier inspirieren oder zumindest zum Nachdenken anregen konnte – über unsere Gesundheit, die (abgesehen von den kleinen Wehwehchen) keineswegs selbstverständlich ist.

Allez Allez – nur das Beste für euch!“

Geschwister-Klinik-Tag 2024

Großes Rätselraten beim diesjährigen Geschwister-Klinik-Tag am letzten Samstag, den 9.11.2024:

Was befindet sich im Luftballon?

Auf dem Ultraschallbild war etwas zu erkennen – aber was? Eine Micky Maus, ein Dinosaurier? Wie im richtigen Leben gibt erst eine „Operation“ Aufschluss, was sich im Ultraschallbild nur erahnen lässt: zum Vorschein kam ein kleines Spielzeugauto!

Anschließend konnten die Kinder noch im Mikroskop gesunde und kranke Blutzellen anschauen. Vorher haben sie im Elternhaus etwas über „Was ist Krebs und wie wird er behandelt?“ erfahren und hatten Gelegenheit, ihre Fragen zur Erkrankung ihres Geschwisters stellen.

Ein Großer Dank geht an Professor Thorsten Simon, Leiter der Kinderonkologie der Uniklinik Köln, der mit viel Engagement und Freude den kleinen Ärzten spannende Einblicke in Untersuchungsmöglichkeiten gegeben hat.

Bei der anschließenden Auswertung gab es nur einen einzigen Kritikpunkt bei den Kindern: der Geschwister-Klinik-Tag war viel zu kurz!

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Was ist der Geschwister-Klinik-Tag?

Geschwister von krebskranken Kindern fühlen sich manchmal mit ihren Fragen und Ängsten allein gelassen. Um ihre Eltern nicht zusätzlich zu belasten, verbergen manche Kinder deshalb ihre wahren Gefühle: Ängste, Schuldgefühle und übersteigerte Phantasievorstellungen. Ohne passende Erklärungen zu ihrem Erleben füllen sie die Leerstellen mit ihrer Fantasie. Solche Gedanken können bedrohlicher sein als die Wirklichkeit.Was liegt also näher, als den Geschwistern das Krankenhausgeschehen zu zeigen? Hier können sie durch altersentsprechende Aufklärung ihre Fragen klären und dabei Ängste oder Schuldgefühle abbauen. Dadurch fühlen sie sich als Person ernst genommen und haben auch die Möglichkeit, die Fragen zu stellen, die sie sich nicht trauen ihren Eltern gegenüber zu äußern.

Der Geschwister-Klinik-Tag wird seit 2020 jährlich mit großem Erfolg durchgeführt. Er wurde von Sabine Rother (Fachkraft für Geschwister) konzipiert und wird in Abstimmung mit dem Leiter der Kinderonkologie, Professor Thorsten Simon durchgeführt.

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