Unterstützung für Survivor wächst
Über die letzten Jahrzehnte haben sich die Heilungschancen für Kinder und Jugendliche, die an Krebs erkranken enorm verbessert. Diese – glücklicher Weise – immer größer werdende Gruppe hat eine eigene Bezeichnung: Survivor. Trotz aller Erleichterung, den Krebs besiegt zu haben, zeigt sich für die meisten doch schnell: Das Leben lässt sich nicht einfach dort anknüpfen, wo es aufgehört hat. Denn oft resultieren aus der Erkrankung und Therapie gesundheitliche, berufliche und/oder familäre Herausforderungen – und das ein Leben lang.
Survivor im Förderverein
Zwar liegt das Angebot des Fördervereins schwerpunktmäßig auf der Begleitung und Betreuung betroffener Familien während der Akuttherapie und Nachsorge, das psychosoziale Team versteht sich jedoch auch als Ansprechpartner für junge Survivor bis ins Erwachsenenleben. Dazu gehört auch die Förderungen des Austausches zwischen betroffenen Jugendlichen, z.B. mit regelmäßigen Treffen im Elternhaus. Ziel ist die Bildung eines starken Netzwerkes, in dem Betroffene auch im Erwachsenenleben Unterstützung und Halt finden. Im Elternhaus finden Survivor jederzeit ein offenes Ohr für ihre Anliegen sowie Informationen zur Langzeit-Nachsorge oder finanziellen Unterstützungsansprüchen – und auch an welche Organisationen man sich mit speziellen Anfragen wenden kann.
Mit Jessica Hirsch ist zudem ein Survivor im Vorstand des Fördervereins aktiv. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung im Juli wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Für die Vereinsarbeit bringt sie – neben der Perspektive eines ehemalig an Krebs erkrankten Kindes – auch ihre Erfahrung als Survivor mit ein.
Von Survivor – Engagement erwünscht!
Aber nicht nur im Förderverein rücken die Bedürfnisse der Survivor in den Fokus. Viele Survivor selbst suchen nach Möglichkeiten aktiv zu werden und ihre – bisher unterrepräsentierte Gruppe – zu stärken. Ganz neu im Aufbau ist die Initiative der Deutschen Kinderkrebsstiftung Survivor Deutschland. Sie möchte ein gemeinsames Bewusstsein schaffen und politische Veränderungen anstoßen, die die Lebensqualität der Survivor nachhaltig verbessern. Gesucht werden hier auch Betroffene, die Lust haben sich in die Vereinsarbeit einzubringen






Annette Meijerink traf das Psychosoziale Team im Gemeinschaftsraum zu einem Brainstorming. Nach einer „kurzen Fassungslosigkeit und einem leichten Stirnrunzeln“ folgten dann viele gute Ideen der Innenarchitektin. Über die folgenden Wochen suchte das Team unter ihrer Anleitung schöne funktionale Möbel und eine imposante Motiv-Tapete aus. „Auf einmal gab es die Aussicht, wirklich was Tolles aus dem Raum zu machen“, beschreibt Claudia Mutzenbach die Motivation, „auch die Handwerker der Uniklinik waren sehr engagiert, da sie mal was anderes als nur weiß streichen durften.“ Es entstand ein gemütlicher Raum – mitten auf der Kinderkrebsstation.























Die Schülerinnen und ein Schüler nahmen die Gäste mit auf eine Reise durch das faszinierende Spektrum menschlicher Gefühle: Von der vertrauensvollen Zartheit der Liebe bis hin zu beklemmender Angst, von der stillen Melancholie bis hin zur ekstatischen Freude. Das Ensemble begeisterte das Publikum, die die gelungene Darbietung mit lang anhaltendem Applaus bedachte.
