Zum Hauptinhalt springen

Wilde Frechener legen sich ins Zeug

Die Karnevalsgesellschaft „Die Wilden Frechener von 78/18“ ist ein kleiner und fröhlicher Karnevalsverein im Raum Frechen, der Jung und Alt begeistert. Sie verbinden Generationen: Das jüngste Mitglied ist im zarten Alter von 1,5 Jahren und das Älteste ist bereits über 80 Jahre. Das ist genau der richtige Verein für die ganze Familie. Aktivitäten gibt es das ganze Jahr über – weit über Termine der üblichen Karnevalssessionen hinaus.
In seinem 40. Jubiläumsjahr erneuerte sich der Verein und benannte sich von dem traditionellen Namen seit Vereinsgründung „KG Frechener Negerköpp“ um in „Die Wilden Frechener von 78/18“.

Die Mitglieder haben nicht nur jede Menge Spaß zusammen, sie denken auch an andere Familien, denen es nicht so gut geht. Deshalb haben sie auf ihrem diesjährigen Sommerfest fleißig Spenden gesammelt. Die tolle Spendensumme von 500 € überbrachten die beiden Vorsitzenden Sandra Oberzier und Günter Cöllen mit kräftiger Unterstützung von weiteren Karnevalisten persönlich im Elternhaus.

Das Engagement ging weiter: sie überzeugten ihre örtliche Kreissparkasse von der wichtigen Arbeit, die im Elternhaus für krebserkrankte Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien geleistet wird. Die Kreissparkasse Köln hat einen besonderen Fond, der Vereine unterstützt aus Mitteln eines modernen Finanzproduktes. Kunden mit einem PS Sparvertrag können monatlich Lose kaufen, mit denen sie zum einen weitere Sparerträge gewinnen können – zum anderen gleichzeitig sinnvolle Projekte der Region unterstützen.
Ende November brachte Marc-Steffen Bonte, Regionaldirektor der Kreissparkasse Köln in Frechen, unterstützt von einer karnevalistischen Abordnung der wilden Frecher 1.000 € mit.

P1200114_Webseite

Was bewirkt denn die Unterstützung des Fördervereins für krebskranke Kinder e.V. Köln mit Sitz an der Uniklinik Köln für das Frechener Umfeld?

Der Förderverein wurde vor mehr als zwei Jahrzehnten von betroffenen Eltern gegründet. Die meisten von ihnen kannten die Situation, nicht vor Ort in Köln zu wohnen. Sie kannten die schwierige Logistik, teils weite Strecken mit erkranktem Kind zwischen Klinikaufenthalten und Therapiepausen zu organisieren, die Entfernung zu den Geschwisterkindern. Deshalb war eins der wichtigen Gründungsziele des Vereins der Bau eines Elternhauses mit Übernachtungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe des Patientenkindes. Hier finden betroffene Familien in 15 Appartements ein Zuhause auf Zeit. Viele weitere Angebote, gerade auch für die Geschwister, finden hier statt oder werden von hier aus organisiert.
Besonders wichtig wird diese Unterstützung für jene Familien, die nicht auf ihr soziales Netzwerk direkt vor Ort zurückgreifen können.

Wir danken allen Frechenern, die mit ihrem Einsatz unsere Familien unterstützen!

Eine Benefizveranstaltung der etwas anderen Art

„Wir laden ein! Feiern Sie mit uns ein buntes und spannendes Kulturfestival in unserer Pfarrkirche St. Michael in Mönchengladbach-Holt.“

Mit diesen Worten lockten die Organisatoren des karitativen Sommerfestivals „Flying Earth“ Interessierte Mitte September nach Mönchengladbach. Breitgefächert war dann der Kulturgenuss: unter anderem gab es Aufführungen der Ballettschule HappyDance, der Musikschule Mönchengladbach, des Jugendclub Stadttheaters von Mönchengladbach und Krefeld und vom Sinfonischen-Rock-Orchester.

Ingrid Baur vom Organisatorenteam hatte sich im Vorhinein mit dem Elternhaus des Fördervereins für krebskranke Kinder e.V. abgesprochen, dass diesmal tatsächlich eine ganz konkrete Sachspende gebraucht würde: ein stabiler Buggy, der auch für größere Kinder geeignet ist. Das Elternhaus hat 15 Appartements für Familien, die weiter weg von Köln wohnen und trotzdem in der Nähe des Patientenkindes sein wollen. Die kinderonkologische Station der Uniklinik Köln ist nur 5 Gehminuten entfernt.

Warum ist denn ein Buggy so hilfreich?

Eine Krebstherapie ist häufig körperlich sehr anstrengend. Dann können manchmal selbst 5 Gehminuten zu einer schier unüberbrückbaren Distanz werden. Selten gibt es in den Familien jenseits des Klein(st)kindalters noch Kinderwagen, um das geschwächte Kind innerhalb des Klinikgeländes zu schieben. Genau für diese Situationen können sich  die betroffenen Familien unkompliziert ein Gefährt im Elternhaus ausleihen.

Die feierliche Übergabe des himmelblauen Buggies erfolgte im Rahmen des schönen Events mit der Vorsitzenden des Fördervereins, Marlene Merhar. Er wird vielfach genutzt!

P1200093weniger

Herzlichen Dank an alle Spender, die den Kauf des Buggies ermöglichten – und herzlichen Dank an die netten Organisatorinnen!

Eine Schule mit Hand und Herz

Christliches Teilen hat eine lange Tradition in der katholischen Grundschule in Voiswinkel. Jedes Jahr wird das Erntedankfest genutzt, innezuhalten und an Mitmenschen zu denken, denen es nicht so gut geht. Abwechselnd werden einmal karitative Zwecke „in der Ferne“ unterstützt, und im darauffolgenden Jahr darf sich eine Organisation aus dem Umkreis über eine Spendensammlung freuen. Die Grundschüler und ihre Familien erhalten vorab Informationen und werden dazu eingeladen, darüber innerhalb der Familien zu diskutieren. In diesem Jahr konnten sich die Erst- bis Viertklässler selbst ein Bild machen. Gisela Röhrig, die Leiterin der Schule, lud Barbara Boßhammer vom Vorstand des Fördervereins für krebskranke Kinder e.V. Köln ein, persönlich über die Arbeit des Vereins zu erzählen. Als betroffene Mutter weiß sie, wie wichtig die Angebote des Vereins auf der kinderonkologischen Station, dem vereinseigenen Elternhaus und den sonstigen Angeboten in der Nachsorge sind für die Patientenkinder, deren Geschwister und ihren Eltern.

Ende September war es dann soweit: 150 Grundschüler aller Klassenstufen versammelten sich zur Wochenendfeier und hörten gebannt zu, wie sie mit ihrer Spende ganz greifbar anderen Kindern und deren Familien helfen können!

Einfach mal durchatmen und nicht an die Krankheit denken können die Patienten zum Beispiel bei den tollen Festen, die vom Förderverein für sie organisiert werden. In Köln darf der Karneval natürlich nicht fehlen; am 6. Dezember kommt der Nikolaus mit seinen Geschenken im Zweifelsfall auch ans Krankenbett.
Einfach mal durchatmen ist auch sehr wichtig für die Geschwister, die im Elternhaus immer auf offene Ohren treffen – denn sie durchleben ebenfalls eine anstrengende Zeit mit häufig eingeschränkter Aufmerksamkeit der Eltern. Wenn die Familie wegen der „blöden Krankheit“ nicht in Urlaub fahren kann, gibt es z.B. spannende Ferienprogramme mit den speziell geschulten pädagogischen Mitarbeitern des Elternhauses. Mit bunten fröhlichen Bildern wurden auch die Ferienfreizeiten gezeigt, die nach der Therapie für die Patientenkinder und ihre Geschwister angeboten werden. Auf einem Bauernhof und einem Reiterhof für jüngere Kinder bzw. bei Segeltrips für Jugendliche nähern sich die Geschwister wieder an und erleben Gleichgesinnte mit ähnlichem Schicksal.
Der wichtigste Faktor während der anstrengenden Therapie ist natürlich die Nähe der Familie. Deshalb bietet der Verein 5 Gehminuten von der Kinderonkologie der Universitätsklinik Köln entfernt ein „Zuhause auf Zeit“ in seinem Elternhaus. Neben 15 Appartements zur Übernachtung gibt es Gemeinschaftsräume für den Austausch und ein tolles Spielzimmer.
8 von 10 Kinder, die an Krebs erkranken, überleben heutzutage. Insbesondere durch Forschung, die vielfach von den Betroffenenvereinen und deren Dachverband mit der Deutschen Kinderkrebsstiftung finanziert wurde. Der Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln ist aber gerade auch für die verwaisten Familien da, die ein Leben ohne das geliebte Kind meistern müssen.

Trotz der Aufregung kurz vor dem Wochenende waren die Kinder mucksmäuschenstill während des Vortrages und stellten im Anschluss an den Vortrag ganz konkrete Fragen. Am Erntedankfest trugen die Kinder nun die unglaubliche Summe von 607 Euro zusammen!

Wir danken der Schule und den Familien sehr herzlich für die gelebte Nächstenliebe!

„Showbühne der Herzen“ – KC Rheinland met Hätz

Bei diesem Karnevalistenclub ist Hätz Trumpf. Schon bei der Gründung des Clubs im Jahr 1999 war allen Beteiligten klar: Wir wollen feiern – aber für einen guten Zweck.

Deshalb legt sich der „KC Rheinland met Hätz“ seit fast 20 Jahren ins Zeug, um krebskranke Kinder und ihre Familien zu unterstützen. Dabei war die diesjährige Session mit einer Spendensumme von 9.000 Euro so erfolgreich wie noch nie. Mit sichtlichem Stolz überreichte der 1. Vorsitzende Florian Schächt mit dem Vorstand den Scheck an Monika Burger-Schmidt in der Erfthalle im Juli diesen Jahres. Die stellvertretende Vorsitzende unseres Fördervereins zeigte sich überwältigt von der Rekordsumme: „Mit einer so großen Summe hätte ich nie gerechnet. Ebenso dankbar sind wir aber für die Konstanz, mit der uns der Verein schon seit vielen Jahren hilft.“

Eine liebgewonnene Tradition und ein absolutes Highlight war auch dieses Jahr wieder der karnevalistische Frühshoppen „Showbühne der Herzen“, der vom Club am 14. Januar in Kerpen-Türnich ausgerichtet wurde. Dabei konnten die Kerpener auf namhafte Künstler wie Dräcksäck, Feuerwehrmann Kress, die Kölsche Adler sowie die Tanzgruppe Hänneschen & Bärbelchen zählen, die für die gute Sache auf ihre Gage verzichtet hatten. Rund 400 jecke Gäste genossen das bunte Bühnenprogramm in der Erfthalle von Türnich und spendeten tatkräftig. Unter anderem zeigte sich die Kreissparkasse großzügig und überreichte Florian Schächt auf der Bühne einen Scheck von 1.500 Euro. Vorstandsmitglied Uwe Wenzel war auch vor Ort und ließ es sich nicht nehmen, seinen Dank an alle Beteiligten auszusprechen.

Am 27.01.2019 findet die nächste „Showbühne der Herzen“ statt. Der Verein feiert in der kommenden Session sein 20-jähriges Jubiläum!

Wir danken den Kerpener Jecken für eure treue Unterstützung. Ihr habt das rheinländische Hätz auf dem richtigen Fleck!

26678007 1976942892334195 358863972216692668 o 1
weihnachtskarten icon spenden
26678653 1976935359001615 2664754835919980493 o 1
weihnachtskarten icon bestellung

 

Wenn ein Funke überspringt…

Ende September nahm Ifraim Tairi an der Verabschiedungsfeier seines Freundes Konni Krüger teil, der nach vielen arbeitsreichen Jahren in der Firma INEOS Styrolution in den wohlverdienten Ruhestand treten wird. Dort bewegte Konni Krüger noch mehr: er überzeugte Kollegen und seine Geschäftsleitung, sich für krebskranke Kinder und deren Familien einzusetzen.

Ifraim Tairi ist ein Mann der Tat: er zeigte sich beeindruckt von der Arbeit des Fördervereins für krebskranke Kinder e.V. Köln, die von der Vorsitzenden Marlene Merhar an dem Abend an ganz konkreten Beispielen nahegebracht wurde. Der Betriebsratsvorsitzende der Firma Lanxess am Standort Dormagen entschloss sich spontan zur Unterstützung.

Gern nahm er die Einladung an, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen. Am 26. Oktober 2018 besuchte er das vereinseigene Elternhaus an der Gleueler Str. 48. Intensiv informierte er sich bei einem Rundgang über die vielfältigen Möglichkeiten, wie der Verein betroffene Familien unterstützen kann – und wie das Elternhaus durch sein liebevolles Ambiente und die engagierten Mitarbeiter ein Zuhause auf Zeit für die Familien wird. Dies alles ist nur möglich durch Spenden, da der Förderverein keine Subventionen erhält.
Sein Fazit lautete: „Hier wurde etwas Großes ins Leben berufen, das uns erhalten bleiben muss!“ Als Gastgeschenk brachte Ifraim Tairi eine Spende über 1.000 Euro mit und das Versprechen „Ich komme wieder“!

Wir freuen uns, einen neuen Unterstützer persönlich kennengelernt zu haben – und von unserer Arbeit, das Leben betroffener Familien ein wenig leichter und bunter zu machen, überzeugt zu haben. Vielen Dank Herr Tairi für die spontane Hilfsbereitschaft!

 

INEOS Styrolution mit engagierten Mitarbeiter und Unternehmensführung

Vor fünf Jahren entstand der erste Kontakt von Konrad Krüger mit dem Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln. Im Jahr 2014 sammelte er mit Kollegen aus dem Schichtbetrieb seines Unternehmens INEOS Styrolution am Standort Köln eine stattliche Summe für unsere betroffene Familien. Seitdem warb er regelmäßig für unsere gute Sache.
Auch in diesem Jahr wurde das firmeninterne Sommerfest zugunsten unseres Vereins ausgerichtet – die großzügigen privaten Spenden der Mitarbeiter wurden noch einmal kräftig aufgestockt von der Unternehmensleitung. So kamen 4.000 Euro zusammen!

Für Konrad Krüger heißt es nun Abschied nehmen von seiner Mitarbeiterrolle – er tritt in den wohlverdienten Ruhestand.
Von Ruhe war gar nicht zu reden auf seiner schwungvollen Verabschiedungsfeier in der Eventlocation „Matheisen“ in Köln Worringen. Dort fand ihm zu Ehren die feierliche Scheckübergabe von Dominique Lebbe, dem Site Director von Ineos Styrolution, an Marlene Merhar statt. Die Vorsitzende des Fördervereins konnte den Anwesenden stellvertretend für alle Spender danken, die nun schon viele Jahre die konkrete Arbeit vor Ort für die krebskranken Kinder und Jugendliche, deren Geschwister und Eltern unterstützen. Dominique Lebbé unterstrich, wie eng sich das Unternehmen mit seinen Mitarbeitern dem Verein verbunden fühlt und wie gern sie sich engagieren.

Und Konrad Krüger? Er gehe mit gemischten Gefühlen in den nächsten Lebensabschnitt. Er erzählte schelmisch, wie er nach 42 Jahren Schichtarbeit von freier Zeit träume – aber er jetzt schon komplett für die nächsten Wochen verplant sei. Mit Blick auf seine Frau Henni scherzte er, dass er wohl lieber nicht lesen gelernt hätte, um den vollen Terminkalender der Zukunft besser ignorieren zu können…

Wir wünschen Familie Krüger alles Gute für die Zukunft, dass der Alltag nie langweilig wird – und danken der INEOS Styrolution und der ganzen Belegschaft für die tolle Unterstützung!

Auf dem Foto von links: Frank Wortmann, Konrad Krüger, Marlene Merhar (Vorsitzende im Förderverein) und Dominique Lebbe (Site Director Ineos Styrolution in Köln)

Sie laufen und laufen für krebskranke Kinder

Sport und Spenden sind eine klasse Kombination.
Das Mercure Hotel Köln Belfortstrasse hat dafür einen Termin im Jahreskalender fest etabliert: Rund um den Köln Marathon im Oktober mobilisieren sie eine große Gruppe von Läufern, die für unseren Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln laufen und Spenden sammeln.

2008 fanden sich einige Hotelmitarbeitern sportlich zusammen und starteten diese tolle Serie – seit dem Jahr 2011 werden sie verstärkt durch die Gruppe der Laufmonster. In diesem Jahr stieß Laufblogger Simon Motschnig dazu. Das Mercure Hotel vereint traditionell jedes Jahr alle zu einem gemeinsamen Frühstück am Samstag vor dem Marathon.

Das Hotel übernimmt die Marathon-Teilnehmer Beiträge – dafür „bedanken“ sich die Läufer mit Spenden in der eigens aufgestellten Box am Tresen. Im Zeichen der guten Sache haben viele schon im Vorhinein Spendengelder für unsere krebskranken Kinder und deren Familien gesammelt. Unter den Augen unseres Vorstandsmitglied Uwe Wenzel wurden die bereits vorhandenen Spenden von über 1.400 Euro auf die Tagessumme von 2.864,30 Euro fast verdoppelt!

Diese Höhe war umso beachtlicher, weil die Anzahl an Teilnehmern stark reduziert war: neben Ausfällen aufgrund von Verletzungen hatte die Grippewelle zugeschlagen. Die beiden ebenfalls angeschlagenen Organisatorinnen Sonja Salewska und Christine Schuh setzten alles in Bewegung, um die Reihen mit mindestens ebenso motivierten Sportlern aufzufüllen.
Das Teilnehmerfeld bestand dann aus insgesamt 24 Sportler; 17 starteten beim Halbmarathon und sieben kämpften sich über die komplette Strecke von 42,195 km.

Dem überraschend kalten Wetter trotzten dann Läufer und die energischen Unterstützer, die sich wieder bei Kölsch und zünftiger Karnevalsmusik in der Kultkneipe Weisser Holunder an der Erftstrasse zum Anfeuern trafen. Dort wurde fast durchgehende Moderation mit beschwingenden Melodien geboten, die den vorbeiziehenden Läufern nochmal einen lächelnden Motivationsschub gaben.
Sonja Salewska und Christine Schuh hatten sich ein klares Ziel gesetzt: mit den von Partner-Hotels im In- und Ausland zur Verfügung gestellten attraktiven Gutscheinen (für eine oder mehrere Übernachtungen) wollten sie ein Maximum an Spenden für den Förderverein generieren. Obwohl durch den Temperatursturz viel weniger Zuschauer den Weg säumten, schafften sie es, die gesamte Spendensumme auf sagenhafte 6.666 Euro anwachsen zu lassen. Eine Steigerung um 20% gegenüber dem Vorjahr, als dem Förderverein schon bereits tolle 5.555 Euro zur Verfügung gestellt werden konnten.

Ihr Alle könnt stolz auf Eure Leistungen sein! Nicht umsonst nennen wir Euch Freunde und Förderer unseres Vereins, weil Ihr jedes Jahr aufs Neue mit soviel Hingabe lauft und lauft und lauft für unsere krebskranken Kinder und ihre Familien. DANKE!

Und hier nochmal das komplette Bild mit allen großen und kleinen Unterstützern von Samstag
2018-10 Mercure Marathon Belfortstr

 

#WirfeierndasLeben!

Es gibt sie und sie werden immer mehr.
Survivor – Langzeitüberlebende einer Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter.

Wie wunderbar!

Am 29. September 2018 fand in Köln der erste bundesweite Survivor Day für sie statt. Organisiert vom Dachverband, der deutschen Kinderkrebsstiftung. Ein straffer Tag mit wichtigen Vorträgen zum Thema, Informationsständen und vor allem: ganz viel Austausch und Freude am Leben!
Junge Erwachsene kamen hier zusammen, die eines verbindet: eine Zäsur in ihrem Lebenslauf, besondere und einschneidende Erlebnisse teils in sehr jungen Jahren, die sie immer von Gleichaltrigen mit linearen Lebensläufen unterscheiden wird. Dieser Tag war zutiefst ergreifend – denn für genau diese Menschen setzen wir uns ein!

Was heißt es, ein Survivor zu sein?

Es heißt zunächst einmal, sich in das Leben zurück gekämpft zu haben. Durch alle Höhen und Tiefen gegangen zu sein bei diesen bis an die Grenzen (und teils weit-darüber-hinaus) gehenden Therapien. Ein verständiges Raunen huschte an diesem Tag jedes Mal durch den Saal, wenn knappe Andeutungen über intensivste körperliche Reaktionen gemacht wurden. „Ach ja, Ihr wisst ja..“ –Kleine Kinderkörper, die nichts bei sich behalten können. Wochenlange extreme Reizung der Schleimhäute – was zum Beispiel zu entzündeten Mundschleimhäuten führt, wodurch jedes Essen, jedes Trinken zur Tortur wird.

„Ach ja, Ihr wisst ja..“ – egal, wie unterschiedlich die Diagnosen, die Krankheitsbilder und ihre -verläufe auch sind – jeder Survivor musste sich zurück in den Alltag kämpfen. Im Kindes- und Jugendlichenalter sehnt man sich nach nichts anderem, als „normal“ zu sein, ein Teil der Masse zu sein, keine Sonderrolle einzunehmen. Überlebender zu sein kann aber auch bedeuten, dass die Überwindung der Krankheit zu einem körperlichen und/oder psychischen Preis gewonnen wurde.

Wie fühlt es sich an, mit einer halbseitigen Gesichtslähmung eingeschult zu werden? Und dort auf Mitschüler zu treffen, die nicht gerade zimperlich mit den Mitmenschen umgehen, die nicht der Norm entsprechen.

Wie fühlt es sich an, nach erfolgreichen Tumoroperationen, Bestrahlungen und Chemotherapien sich in der Klasse immer in die erste Reihe setzen zu müssen, weil das Gesichtsfeld eingeschränkt ist und das Hörvermögen stark vermindert ist – und dafür dann als Streber verschrien zu werden?

Im Fokus der nächsten Jahre muss also eindeutig eine qualitativ bessere Einbindung des Umfeldes erfolgen. Damit die Teilhabe in Schule und Berufsausbildung reibungsloser (und häufig genug auch weniger schmerzvoll) passiert.

Katastrophal sind zum Teil die Erfahrungen mit der medizinischen Betreuung im Erwachsenenalter. Die niedergelassenen Hausärzte sind häufig überfordert mit möglichen Langzeitwirkungen mancher Therapien, die durchaus erst ein Jahrzehnt später nach Behandlung auftreten können. Kommt ein junger athletischer Mann in die Praxis, denkt man nicht automatisch an eine mögliche Herzinsuffizienz aufgrund früherer Chemotherapien. Zumal nicht alle Survivor ihre Krankengeschichte bei einem „normalen“ Arztbesuch offenlegen.

Die Organisatorin des Survivor Days, Ria Kortum von der Deutschen Kinderkrebsstiftung, richtet deshalb den ganz konkreten Appell an die Anwesenden: „Kümmert Euch um Eure Gesundheit!“.
Die ehemaligen Patienten müssen Experten für ihren eigenen Körper sein oder werden.

Das interdisziplinäre Konzept zur Langzeitnachsorge, das im Universitätsklinikum Schleswig Holstein in Lübeck entwickelt wurde, verbreitet sich nun endlich über ein Netzwerk auch an weitere Standorte an deutschen Kliniken. Hier erfolgt der nötige Schulterschluss der Kinderonkologen mit den Spezialisten der Erwachsenenmedizin. Dort können auch wichtige psychosomatischen oder psychologische Fragen gestellt werden – denn auch das wurde herausgearbeitet: Es gibt mögliche Langzeitwirkungen in Gestalt von Angststörungen oder Depressionen aufgrund der Erlebnisse.
Umso wichtiger ist es, frühzeitig Hilfestellungen anzubieten!

Für viele Familien und insbesondere für die Patienten selbst hörte das Thema Krebserkrankung nach der akuten Nachsorge auf. Viele sprachen über Jahre nicht mehr oder nur sehr begrenzt über ihre Erfahrungen. Bei manchen lugen die Erlebnisse der Vergangenheit an überraschender Stelle hervor. Jeder hat auf seine Weise eine Strategie gefunden, mit den Erfahrungen der Vergangenheit umzugehen: „Meine Prioritäten im Leben sind anders“, „ich habe echte Freundschaften erleben dürfen“ .

Der SurvivorDay zeigte auf, wie wichtig eine Vernetzung rund um das Thema Survivor ist. Sich miteinander austauschen zu können, ohne viel erklären zu müssen, ist der Schlüssel. Denn in erster Linie sind es lebensbejahende, tolle, mutige, mitreissende junge Menschen, die im herbstlichen Sonnenschein in Köln zusammenkamen.

„Das Leben“ wurde im Anschluss an den vollgepackten Informationstag dann auch würdig gefeiert:
Gemeinsam ging es mit einem Abendspaziergang im Anblick des Kölner Doms zu einem Brauhaus. Die urkölsche Karnevalsband „Miljö“ heizte bei ihrem Benefizauftritt sogar schunkel-unerfahrenen Nordlichtern ein…
Ergreifendes Highlight war die spontane Darbietung des Regenbogensongs. Die Regenbogenfahrer sind Survivor, die sich jedes Jahr auf eine Fahrradtour begeben, um akut in Behandlung befindlichen Kindern und Jugendlichen und deren Familien Mut zuzusprechen.

Was bedeutet das für einen Förderverein wie uns?

Es bestärkt uns in unserem Tun.
Wir wissen, dass eine Krebserkrankung im Kindes- und Jugendlichenalter immer eine ganze Familie betrifft. Deshalb sind unsere Angebote ganzheitlich auf die Familie ausgerichtet.

In allen Berichten – ob auf der Bühne oder im persönlichen Gespräch – wurde immer wieder aufs Neue betont: „ohne meine Familie, ohne die selbstlose, häufig 24-Stunden-am-Tag-Begleitung am Krankenbett, hätte ich es nicht geschafft“.
Das Elternhaus mit seiner Übernachtungsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe ermöglicht unter anderem die wichtige „Familienzusammenführung“, dass auch das zweite Elternteil und mögliche Geschwister vor Ort zusammenkommen können. Es dient als Rückzugsraum, damit Eltern und Geschwister Kraft tanken können, um das Patientenkind in seinem Überlebenskampf langanhaltend unterstützen zu können. Gerade auf sie sind unsere Angebote auch ausgerichtet.
Die Ferienfreizeiten und weiteren Angebote sind wichtige Plattformen, um zwanglos auf Mitmenschen mit ähnlichen Erlebnissen zu treffen.

Die Forschungsförderung bleibt für unseren Förderverein eine wichtige Säule. Viele dieser wertvollen Menschen hätten an diesem Tag nicht „das Leben feiern“ können, wenn nicht seit über zwei Jahrzehnten Spendengelder der lokalen Elternvereine und des übergeordneten Dachverbandes gezielt für kinderonkologische Forschung eingesetzt worden wäre.

Die langfristige Begleitung von Survivorn ist eine Herausforderung, der wir uns stellen möchten.
Es gibt drängende medizinische und gesundheitsökonomische Themen. Es gibt erste gute Ansätze, sie stecken zum Teil aber noch in den Kinderschuhen. In der Gesellschaft brauchen Survivor eine eigene, eine laute Stimme. Damit sie am Leben mit gleichen Chancen teilhaben können.

Liebe Survivor – ihr habt es in der Hand zu gestalten.

Traut Euch, findet Euch zusammen, probiert aus, welcher Austausch für Euch spannend ist – oder schnackt einfach nur so zusammen.

Wir können uns dem Aufruf des DKS nur anschliessen: Vernetzt Euch und tauscht Euch aus!
Wir in den Elternvereinen können Euch und Eure Ideen unterstützen.

Auf dem ersten Survivor Day lernten sich erste Interessierte aus dem Kölner Umkreis kennen. Hinterlasst bei Interesse doch Eure Mailadresse im Elternhaus unter elternhaus@krebskrankekinder-koeln.de

 

 

 

Spenden-Button