Rosenmontag ausgelassen bei der Ehrengarde

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„Wenn mer uns Pänz sinn, sin mer vun de Söck!”  – wenn wir unsere Kinder sehen, sind wir von den Socken!

Das diesjährige Karnevalsmotto könnte es nicht besser treffen. Unsere Kinder – die an Krebs erkrankten Kinder und Jugendlichen und besonders auch deren Geschwister leisten Unvorstellbares. In ihren jungen Jahren erleben sie nicht weniger als eine komplette Erschütterung ihrer bisherigen Gewissheiten. Bis zum Abschluss der Therapie haben sie körperlich und seelisch anstrengende Monate hinter sich gebracht. Durch die Erkrankung sind die Aktivitäten einer Familie stark eingeschränkt: nicht nur durch die stationären Aufenthalte, sondern insbesondere auch durch die Auswirkungen der Chemo- und Strahlentherapie, die das Immunsystem anfällig machen können. Somit müssen Menschenansammlungen häufig in der Zeit vermieden werden. Auf gemeinsame Ferien, Ausflüge etc. müssen dann oft auch die Geschwister verzichten.

Umso toller war das Angebot der Ehrengarde der Stadt Köln, einmal ausgelassen in der ersten Reihe unbeschwert Karneval feiern zu dürfen! Der Kontakt entstand durch den Freundeskreises DAT KÖLSCHE HÄTZ, der in und um den Kölschen Karneval Spenden für unseren Förderverein sammelt.
Dreißig betroffene Kinder, deren Eltern und Geschwister konnten direkt an der Hahnentorburg auf der Tribüne der Ehrengarde den Rosenmontagszug hautnah verfolgen und gemeinsam mit den anderen Jecken feiern.
Welch ein Vergnügen, nach überstandener Therapie wieder etwas am ‚normalen‘ Leben teilnehmen zu können!  Es war ein unvergessliches Erlebnis. Ein dreifach donnerndes Kölle Alaaf an die Ehrengarde der Stadt Köln.

Impressionen von der Hahnentorburg